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Voyage IV Berlin, Paris, New York!

Favourite Kurt Weill Songs
Corinne Chatel Stimme und Denis Forget Akkordeon

Kurt Weills großartiges und genrereiches Werk liest sich wie seine Biographie. In Berlin studierte und erneuerte Kurt Weill gemeinsam mit Bert Brecht die deutsche Oper : 1928 wurde am Schiffbauerdamm die Dreigroschenoper uraufgeführt. Ab 1933 in Frankreich im Exil arbeitete er mit den führenden Pariser Textdichtern der damaligen Zeit, so entstanden unvergessliche Chansons und das Musiktheater Marie Galante. In den USA schließlich feierte Kurt Weill in den 1940er Jahren große Erfolge am Broadway mit verschiedenen Musicals wie Street Scene und Lost in the stars.

Ähnliche Lebenswege finden sich bei der hochexpressiven, preisgekrönten deutsch-französischen Vokalistin Corinne Chatel. Zunächst hatte die polyglotte Sängerin in Deutschland eine Opernlaufbahn angestrebt und das klassische Genre studiert, bis sie über das Chanson ihre französische Seite geschliffen und über Gospels und Cabaretsongs schließlich zum Jazz fand. In der Improvisation ergaben sich für die Sängerin neue lautmalerisch-kompositorische Klangwelten. Corinne Chatel hat sich intensiv mit Weills Werk auseinandergesetzt, in welchem sie all diese von ihr so geliebten Genres in drei Sprachen vorfand. Begeistert von der Bandbreite und Tiefe dieser Musik lässt Corinne Chatel die unsterblichen Weil-Songs mit der ihr eignen Leidenschaft für Lieder, Sprache(n) und Musiktheater gemeinsam mit dem ausgezeichneten Straßburger Akkordeonisten Denis Forget in neuer Frische erblühen.

Pressestimmen

"Erstklassisches Musiktheater! Das Repertoire von Corinne Chatel ist so groß, dass ein Abend mit ihr viel zu kurz ist."
Ines Wurth, Badische Zeitung, 19. September 2007

"Corinne Chatel auf den Spuren von Kurt Weill! ... Ihr Auftritt in der ehemaligen Synagoge Kippenheim verbindet kindliche Naivität mit sinnlicher Lust und einer Spur Verruchtheit, musikalischem Gespühr und künstlerischer Klasse. Begleitet vom Straßburger Akkordeonisten Denis Forget, serviert sie ein szenisch aufbereitetes dreisprachiges Konzertprogramm, dass der Biographie Kurt Weills folgend in Berlin, Paris und New York Station macht. CC beeindruckt durch den Radius und die Vielschichtigkeit ihrer Stimme, durch Phrasierungen und feine Nuancen, vor allem aber durch eine unglaubliche Bühnenpräsenz. Sie koketiert mit dem Publikum, mimt die unschuldig Göre, rafft lüstern das Kleid über den Netzstrümpfen, fällt in ein verruchtes Timbre, singt von Mordgesellen und Seeräuberbräuten, wird dann plötzlich wieder ernst und besingt mit einer Spur Pathos die Liebe. Ganz nebenbei stellt sie den knapp 100 Zuhörern dabei noch einen Komponisten vor, der die deutsche Oper politisiert und für die Unterschicht geöffnet hat, der die Atmosphäre des französischen Chanson ebenso assimiliert hat, wie die Muster des Musiktheaters amerikanischer Prägung."
Jürgen Haberer, Mittelbadische Presse 19. September 2007

" Welt der Musik kennt kein Exil - Corinne Chatel und Denis Forget interpretieren Kurt Weill! ...CC und der Akkordeonist Denis Forget nahmen die zahlreichen erschienenen Zuschauer mit nach Berlin, wo das Leben des Künstlers mit seinen Licht-und Schattenseiten begann. Natürlich durften auch Texte von Brecht nicht fehlen, so zum Beispiel der Titelsong aus der Oper "Mahagonny". Nostalgisch, traurig und zynisch trug die Interpretin den Alabamasong vor, schlüpfte mit Hut und Kravatte stets in andere Rollen und bezog gekonnt das Publikum mit ein. Ob die Moritat von Mäcky Messer, die Lieder der Seeräuber Jenny oder Polly Peachum, Chatel wußte ihr stimmliches Repertoire zu nutzen und die Zuschauer aufs Beste zu unterhalten. Erstaunlich, auf wie viele Arten sie "Ja das Meer ist blau, so blau" vortragen konnte: verliebt, schnulzig, besoffen, verzweifelt...In der Pause waren sich die Herren nicht einig, ob sie nun erleichtert sein sollten, nicht in der ersten Reihe zu sitzen und von der Sängerin mit in ihrer Darstellungen einbezogen zu werden, oder dies eher bedauern sollten....."
Lahrer Zeitung 18. September 2007

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